
Pleschnitzzinken, 2.112m
Der Pleschnitzzinken
Wanderung auf den Pleschnitzzinken – Ein Geheimtipp mit traumhafter Aussicht.
Die Tour auf den Pleschnitzzinken zählt für mich zu den schönsten Genusswanderungen in unserer Region. Wer eine gemütliche, aber dennoch aussichtsreiche Tour in der eindrucksvollen Bergwelt der Schladminger Tauern sucht, ist hier genau richtig. Der Weg führt durch alte Hochwälder, über blühende Almwiesen und schließlich auf einen markanten Gipfel mit fantastischem Panorama.
Startpunkt: Bottinghaus – Der Aufstieg durch den Hochwald
Unsere Wanderung beginnt am Parkplatz Bottinghaus, den man von Pruggern aus bequem über eine gut ausgebaute Bergstraße erreicht. Durch die bereits erreichte Höhe auf rund 1.700 Metern bleibt uns ein allzu mühsamer Anstieg erspart – perfekt für eine genussvolle Tour. Wir folgen der Fortstraße und halten uns nach etwa 15 Minuten an einer gut beschilderten Abzweigung rechts. Hier beginnt der eigentliche Waldsteig, der sich malerisch durch alte Bestände aus knorrigen Fichten, Zirben und Föhren schlängelt. Besonders die Zirben haben es mir angetan. Ihre violett-blauen Zapfen, die hoch oben in den Wipfeln reifen, sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch die Grundlage für den berühmten Zirbenschnaps. Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich auf den Hütten entlang des Weges informieren – hier gibt es oft selbstgemachten Zirbenlikör zu kosten. Während im Sommer das satte Grün der Wiesen und Wälder dominiert, verwandelt sich die Landschaft im Herbst in ein wahres Farbenmeer. Die goldgelben Lärchen und das leuchtende Rot des Almrauschs sorgen für eine Kulisse, wie man sie sonst nur von Bildern kennt.
Rast an der Pleschnitzzinkenhütte – Der perfekte Aussichtspunkt
Nach etwa einer Stunde Gehzeit erreichen wir die unbewirtschaftete Pleschnitzzinkenhütte. Hier lohnt es sich, eine Rast einzulegen und den Blick über die umliegenden Gipfel schweifen zu lassen. Bei klarer Sicht erkennt man im Süden den Hochgolling, den höchsten Berg der Niederen Tauern, und im Norden die schroffen Kalkgipfel des Dachsteins. Vom Rastplatz aus ist das Gipfelkreuz bereits in Sichtweite. Der letzte Anstieg führt uns über einen sanften Bergrücken, der im Juni und Juli von blühendem Almrausch bedeckt ist. Während wir gemächlich dem Gipfel entgegensteigen, begleiten uns oft neugierige Schafe, die in aller Ruhe auf den Almböden grasen. Diese gutmütigen Tiere sorgen für eine besonders idyllische Atmosphäre.
Der Gipfel des Pleschnitzzinken – Naturgenuss pur
Nach insgesamt rund 1,5 Stunden erreichen wir den 2.112 Meter hohen Pleschnitzzinken. Oben angekommen, ist es Zeit, sich zurückzulehnen und die Stille der Berge zu genießen. Der Rundumblick reicht über die gesamte Dachstein-Tauern-Region bis weit ins Ennstal hinein. Für mich ist das einer jener Gipfel, an denen man sich einfach hinsetzen und die Natur auf sich wirken lassen möchte.
Abstieg zur Galsterbergalm – Mit Glück Murmeltiere beobachten
Der Abstieg erfolgt zuerst etwas steiler in Richtung Skipiste, bevor wir über eine Forststraße die bewirtschaftete Galsterbergalmhütte erreichen. Hier gibt es eine ganz besondere Spezialität: Palatschinken, gefüllt mit würzigem Schafkäse – ein echtes Gedicht! Wer es schafft, früh am Morgen oder am späten Nachmittag hier zu sein, kann mit etwas Glück eine große Murmeltierfamilie beim Spielen beobachten. Zu diesen Zeiten sind die Tiere besonders aktiv und tollen oft direkt vor der Terrasse herum. Nach einer gemütlichen Einkehr führt uns der letzte Abschnitt der Wanderung über eine einfache Strecke zurück zum Parkplatz Bottinghaus.
Fazit Die Wanderung auf den Pleschnitzzinken ist eine leichte, aber unglaublich lohnende Tour. Sie bietet eine wunderbare Kombination aus abwechslungsreicher Natur, tollen Ausblicken und kulinarischen Highlights. Wer einen entspannten Tag in den Bergen verbringen möchte, ist hier genau richtig!
Eckdaten der Tour:
Ausgangspunkt: Parkplatz Bottinghaus (1.700 m)
Gipfelhöhe:Pleschnitzzinken (2.112 m)
Gehzeit: ca. 1,5 Stunden Aufstieg, gesamt ca. 3 Stunden
Höhenunterschied: ca. 400 m - **Schwierigkeit:** Leicht – ideal für Genusswanderer
Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober -
Besonderheiten: Zirbenwald, Almrauschblüte, Murmeltiere, Schafkäse-Palatschinken auf der Galsterbergalmhütte
Ich freue mich immer wieder die Gäste vom Kollerhof auf dieser Tour zu begleiten oder euch Tipps für euer eigenes Abenteuer zu geben!